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Interessengemeinschaft Subkultur (Yvonne Morick)

Als loses, jedoch ambitioniertes Konglomerat aus Veranstaltern, Musikern und Kreativen hat sich im Jahr 2017 die IG Subkultur formiert. Konkret geht es den Aktivisten um den Erhalt, die Förderung und Strukturierung der lokalen Sub-, Club- und Jugendkultur.

Als Netzwerk setzt ihr euch bereits für die Freiburger Kulturlandschaft ein. Warum unterstützt die Interessengemeinschaft auch die Idee des Booking Fonds?

Der Booking Fonds kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die angespannte Lage in Freiburg für VeranstalterInnen zu entlasten. Mit dem potenziellen Wegfall des White Rabbit gäbe es in Freiburg keine Räume mehr, in denen es Veranstaltern ermöglicht wird, zu günstigen Konditionen, Kulturangebote umzusetzen. Dies sorgt dafür, dass viele Kulturschaffende die Partys oder Konzerte organisieren wollen, dies in Zukunft lassen werden, da das private finanzielle Risiko für VeranstalterInnen nicht mehr tragbar ist. Die Bezuschussung von Gagen oder Reisekosten für Bands oder DJs würde dieser Entwicklung entgegen wirken und es ermöglichen Gelder aus öffentlichen und privaten Töpfen in die Kulturszene fließen zu lassen. Diese Form der Wertschätzung von Veranstaltern und Kollektiven können wir nur befürworten.

Perspektivisch gesehen ergänzen sich die Arbeitsfelder der IG Subkultur sowie die des Booking Fonds in einer Vielzahl von Bereichen. Wo seht ihr ggf. auszunutzendes Potential und mögliche Synergieeffekte der zwei Projekte?

Die IG Subkultur ist ein freier Zusammenschluss von Kulturschaffenden und Kulturinteressierten aus verschiedenen Bereichen und versucht deren Interessen zu bündeln, Forderungen, die sich daraus ergeben zu erarbeiten und diese dann durch Öffentlichkeitsarbeit an die Verwaltung und den Gemeinderat heranzutragen. Sie hat sich bis dato keine juristische Körperschaft, was dafür sorgt, dass keine finanziellen Mittel verfügbar sind. Solche Mittel könnten mit Hilfe des Fonds gesammelt werden und denen zukommen, die sie brauchen, um kreative Veranstaltungskonzepte umzusetzen. Sie fördern damit unter anderem die Leute, für die die IG Subkultur Lobbygruppe und Sprachrohr sein möchte. Durch eine Zusammenarbeit von IGS und Bookingfonds würde eine weitere Vernetzung der verschiedenen Akteure angebahnt werden. Dies birgt das Potenzial, dass sie ihre selbstgesetzte Aufgabe, Lobbyorganisation für die unterschiedlichen Kulturschaffenden zu sein, noch effektiver gestalten könnte. Zudem würde eine Vernetzung von Booking Fonds und IG Subkultur dafür sorgen, dass man die Unterstützer der jeweiligen Lager, über die Arbeit der jeweils anderen Gruppe informieren und potenzielle neue Mitglieder anwerben könnte.

Wenn ihr euch ein, durch Mittel des FBF gefördertes, Booking wünschen könntet, wäre es…

Da die Mitglieder der IG Subkultur aus verschiedenen Kontexten und Szenen stammen und sich alle ganz verschiedene Acts wünschen würden, kann die Frage leider nicht beantwortet werden. In keinem Plenum der Welt (sei es noch so lang), würden wir auf einen Nenner kommen.